Unterricht an der Katholischen Schule Hochallee

Exzellente Bildung. Von Anfang an.

Kinder sind neugierig. Sie wollen entdecken, verstehen, ausprobieren und zeigen, was sie können. Genau hier setzt unser Unterricht an: Wir möchten jedes Kind in seiner Entwicklung begleiten, seine Stärken entdecken und ihm gleichzeitig die Sicherheit und Unterstützung geben, die es zum Lernen braucht.

Unser Ziel ist es, Kindern nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern sie Schritt für Schritt zu selbstständigen, verantwortungsbewussten und selbstbewussten Lernenden zu machen. Dabei verbinden wir einen verlässlichen Rahmen mit vielfältigen Möglichkeiten, eigene Wege zu gehen.

Wir vermitteln grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten und schaffen damit eine tragfähige Grundlage für die weitere schulische Bildung. Gleichzeitig fördern wir die sprachlichen, kognitiven, emotionalen, sozialen, motorischen, kreativen und praktischen Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler.

Unterricht orientiert an den Fähigkeiten und Bedürfnissen der Kinder

Kinder lernen unterschiedlich – und sie lernen besonders gut, wenn sie sich aktiv mit einer Sache auseinandersetzen können. Deshalb gestalten wir unseren Unterricht so, dass die Kinder zunehmend Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess übernehmen können.

Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die freie Wahl des Sitzplatzes. Wenn es die jeweilige Lernaufgabe zulässt, entscheiden die Kinder selbst, wo sie am besten arbeiten können: am Gruppentisch oder am Einzelplatz, auf dem Flur, im Stehen oder – wenn es für die Aufgabe sinnvoll ist – auch im Liegen.

Was auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken mag, hat einen wichtigen pädagogischen Grund: Kinder können sehr gut einschätzen, unter welchen Bedingungen sie konzentriert und erfolgreich arbeiten können. Manche brauchen die Ruhe eines Einzelplatzes, andere profitieren vom Austausch am Gruppentisch. Manche Kinder können im Stehen besonders aufmerksam arbeiten oder benötigen zwischendurch Bewegung, um ihre Konzentration wiederzufinden.

Die freie Wahl des Arbeitsplatzes bedeutet dabei nicht „jeder macht, was er möchte“. Die Kinder lernen vielmehr, eine passende Entscheidung für ihr eigenes Lernen zu treffen, Rücksicht auf andere zu nehmen und Verantwortung für die gemeinsame Lernatmosphäre zu übernehmen.

Freiheit braucht Orientierung

Die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen, will gelernt sein. Deshalb reflektieren wir die Lern- und Arbeitsprozesse gemeinsam mit den Kindern. Wir sprechen darüber, welche Entscheidungen ihnen beim Lernen helfen, was gut funktioniert hat und wo sie ihre Strategie vielleicht verändern sollten. Das gilt auch für die Wahl des Arbeitsplatzes: Die Kinder lernen, ihre Entscheidung bewusst zu treffen und die Auswirkungen auf das eigene Lernen und auf die anderen Kinder wahrzunehmen.

Dabei wissen wir: Nicht jedes Kind kann von Anfang an jede Entscheidung selbstständig und sinnvoll treffen. Selbstständigkeit entsteht Schritt für Schritt und braucht manchmal zunächst mehr Führung. Wenn ein Kind beispielsweise noch nicht in der Lage ist, einen geeigneten Arbeitsplatz für sich auszuwählen, übernehmen wir diese Entscheidung vorübergehend und weisen ihm einen passenden Platz zu. Gemeinsam reflektieren wir anschließend, warum dieser Platz hilfreich sein kann und entwickeln nach und nach die Fähigkeit des Kindes weiter, solche Entscheidungen selbst zu treffen.

So verstehen wir Selbstständigkeit nicht als „Alleinlassen“, sondern als gut begleitete Entwicklung hin zu immer mehr Eigenverantwortung. Die Kinder bekommen genau so viel Freiheit, wie sie bereits sinnvoll nutzen können – und genau so viel Unterstützung, wie sie auf ihrem Weg noch benötigen.

Kurzer Input im Sitzkreis

Individuelles Lernen beginnt bei uns häufig gemeinsam: Im Sitzkreis werden neue Themen eingeführt, wichtige Fragen geklärt, Gedanken ausgetauscht oder Arbeitsaufträge besprochen.

Dabei halten wir die gemeinsamen Inputs bewusst kurz und konzentriert. So erhalten alle Kinder die Informationen, die sie für die anschließende Arbeit benötigen, und haben danach ausreichend Zeit, selbst aktiv zu werden.

Denn Lernen gelingt besonders nachhaltig, wenn Kinder nicht nur zuhören, sondern selbst denken, ausprobieren, erklären, fragen und Lösungen entwickeln.

Lernaufgaben statt Aufgaben „von der Stange“

Eine zentrale Rolle spielen dabei unsere Lernaufgaben. Sie geben den Kindern einen klaren Lernanlass und eröffnen gleichzeitig unterschiedliche Wege, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen.

Eine gute Lernaufgabe fordert Kinder zum Denken heraus: Sie müssen Zusammenhänge entdecken, eigene Lösungswege finden, begründen, vergleichen oder ihr Wissen auf neue Situationen übertragen. Dabei können Aufgaben so offen gestaltet werden, dass sie zu den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Kinder passen.

So erleben Kinder: „Ich kann etwas lernen, ich kann etwas herausfinden und ich kann zeigen, was ich kann.“

Das stärkt nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Selbstständigkeit, Ausdauer und die Fähigkeit, das eigene Lernen zunehmend einzuschätzen und zu reflektieren. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei voneinander und miteinander und entwickeln gleichzeitig die Fähigkeit, sich mit anderen auseinanderzusetzen, zu argumentieren, Rücksicht zu nehmen und Absprachen einzuhalten.

Dabei bleibt der Unterricht selbstverständlich verbindlich und strukturiert. Gelenkte Unterrichtsphasen, Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit sowie offene Lernformen wechseln sich sinnvoll ab – immer mit dem Ziel, die Kinder möglichst gut beim Lernen zu unterstützen.

Lernateliers: Lernen, was man später zeigen kann

Ein besonderer Baustein unseres Unterrichts sind unsere Lernateliers. Dafür stehen ab Klasse 2 zusätzliche Unterrichtsstunden zur Verfügung, in denen die Kinder zunächst unterschiedliche Möglichkeiten kennenlernen, ihre Lernergebnisse zu präsentieren.

Sie lernen beispielsweise,

  • einen interessanten Vortrag zu halten,
  • einen Podcast zu entwickeln,
  • ein Lapbook zu gestalten,
  • eine PowerPoint-Präsentation zu erstellen

und ihre Ergebnisse adressatengerecht aufzubereiten und vorzustellen.

Dabei geht es um weit mehr als eine, „schöne Präsentationen“ zu erstellen. Die Kinder lernen, Informationen auszuwählen, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden, Inhalte zu strukturieren und eigene Gedanken verständlich zu vermitteln. Gleichzeitig wachsen sie in ihre Rolle als Präsentierende hinein und gewinnen zunehmend Sicherheit darin, vor anderen zu sprechen und ihre Arbeit zu zeigen.

Später werden diese Präsentationsformen mit unterschiedlichen, differenzierten Lernaufgaben verbunden. Die Kinder können dann auf verschiedene Weise zeigen, was sie gelernt haben und wie sie sich ein Thema erschlossen haben.

So entsteht eine Lernkultur, in der nicht nur das Ergebnis zählt, sondern auch der Weg dorthin: Wie hast du gelernt? Was hast du herausgefunden? Welche Lösung hast du gefunden? Und wie kannst du anderen davon erzählen?

Wir entwickeln unseren Unterricht ständig weiter

Guter Unterricht ist für uns kein fertiges Konzept, das einmal eingeführt und dann unverändert beibehalten wird. Wir befinden uns als Schule in einem kontinuierlichen Reflexions- und Entwicklungsprozess. Wir beobachten, wie unsere Unterrichtsformen bei den Kindern wirken, tauschen uns im Kollegium aus, hinterfragen Bewährtes und probieren neue Wege aus.

Dafür investieren wir bewusst in die fachliche und pädagogische Weiterentwicklung unseres Kollegiums. Wir bilden uns umfassend fort, setzen uns mit aktuellen Erkenntnissen über Lernen und Unterricht auseinander und vernetzen uns mit anderen Schulen und Bildungseinrichtungen. Neue Impulse werden nicht einfach übernommen, sondern daraufhin geprüft, ob und wie sie zu unseren Kindern, unseren pädagogischen Zielen und zu unserer Schule passen.

Dabei gilt für uns: Unterrichtsentwicklung ist Teamarbeit. Wir lernen nicht nur gemeinsam mit unseren Kindern, sondern auch voneinander als Kollegium. Unser Anspruch ist es, unseren Unterricht immer wieder so weiterzuentwickeln, dass er Kinder bestmöglich beim Lernen unterstützt.

Gemeinsam lernen – jeder auf seinem Weg

Unser Unterricht verbindet deshalb zwei Dinge, die für uns zusammengehören: Gemeinschaft und Individualität.

Die Kinder lernen miteinander, helfen sich gegenseitig, diskutieren, erklären und übernehmen Verantwortung. Gleichzeitig dürfen und sollen sie ihren eigenen Lernweg zunehmend entdecken.

Dafür nutzen wir ein breites Spektrum an Lern- und Arbeitsformen: von gemeinsamen Unterrichtsgesprächen über Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit bis hin zu Tages- und Wochenplanarbeit, Stationen- und Werkstattarbeit sowie projektorientierten und fächerübergreifenden Lernformen.

Wir möchten, dass Kinder unsere Schule nicht nur mit einem guten Fundus an Wissen verlassen. Sie sollen auch wissen:

Wie lerne ich gut?
Was kann ich schon?
Was möchte ich noch lernen?
Wie kann ich ein Problem lösen?
Wie kann ich meine Gedanken mit anderen teilen?

Exzellente Bildung heißt für uns: Kinder stark fürs Leben machen

Grundschule ist für uns mehr als die Vermittlung von Unterrichtsstoff. Sie ist der Ort, an dem Kinder entdecken, was in ihnen steckt.

Wir schaffen deshalb Lernräume, in denen Kinder Sicherheit und Orientierung, aber auch Eigenständigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten erfahren. Sie dürfen ausprobieren, Fehler machen, neue Wege suchen, gemeinsam Lösungen finden und stolz auf das sein, was sie gelernt haben.

Denn wir sind überzeugt:

Kinder lernen am besten, wenn sie sich als aktive Gestalter ihres Lernens erleben.

Und genau dabei möchten wir sie begleiten – von Anfang an.